#25.06.2012Scheitert eine Lösung am Preis?

Teurer Kompromiss für Isernhagen?

Nach dem Turnier kam bei den Mitgliedern des Reitvereins ein wenig Erleichterung auf. Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD aus Langenhagen hatte anlässlich eines politischen Frühschoppens während des Turniers der Presse und dem Vorstand mitgeteilt, es werde eine konsensuale Lösung für die Interessen des Vereins und der Anliegen der Region Hannover geben. Dabei sollten die Interessen des Landschaftsschutzes und des Reitsportes abgewogen werden, damit es zu einer Sicherung des bestehenden Außengeländes in der aktuellen Form unter Berücksichtigung einer Kompensation für den Eingriff kommen.

Nach einigen entsprechenden Veröffentlichungen schossen nun die Grünen mit Ihrem umweltpolitischen Sprecher Ulrich Schwersow zurück.

Dieser stellte am 20.06.2011 gegenüber den NP klar, es sei noch nichts entschieden!

Entweder müsse der der Verein sich innerhalb von 4 bis 5 Jahren ein Ersatzgelände suchen oder das betroffene Gelände müsse aus dem Landschaftsschutz herausgenommen werden. Auch wenn dieser Vorschlag die Unterstützung der Regionsverwaltung finde, so sei das bei Rot/Grün nicht der Fall. In diesem Zusammenhang soll Schmersow dem Verein gleichzeitig gewarnt haben, dass die Lösung ganz erhebliche schmerzliche Auflagen mit sich bringe. Zum Nulltarif gebe es das nicht.

Wie erlauben uns an dieser Stelle den Hinweis, dass der Verein bereits Ausgleichsflächen als Kompensation für das Vereinsgelände angeboten hat, mit denen eine 100% iger Ausgleich für die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet erfolgen würde. Vom Nulltarif brauchen wir deshalb bereits jetzt nicht mehr zu sprechen.
Der Verein legt zudem Wert auf die Feststellung, dass natürlich der Landschaftsschutz auch ein Interesse aller betroffenen Reiter ist und wir alles unternehmen werden, um den Belangen der Regionsverwaltung nachzukommen.

Es darf aber nicht außer Acht bleiben, dass wir ein gemeinnütziger Verein sind, dessen Mitglieder überwiegend Jugendliche und Menschen sind, für die die Haltung der Pferde ohnehin schon ein große finanzielle Belastung bedeutet. Jegliche Kompensation steht deshalb auch immer unter dem Primat der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Wenn wir über die Interessen der Allgemeinheit sprechen, so müssen wir auch deren Belastbarkeit im Auge behalten.