Jagdreiten

Die Freiheit im Galopp

Jagdreiten - die Freiheit im Galopp

Das Jagdreiten ist Tradition in Isernhagen. Der Reitverein führt dabei die lange Geschichte der Jagdreiterei in Isernhagen fort, die einstmals von dem Königlich Preußischen Reitinstitut und später der Kavallerieschule in Hannover begründet wurde.

Das Reiten im Gelände und auf der Schleppjagd erfordert Mut, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und ein besonders intensives Zusammenspiel von Pferd, Reiter und Hunden. Dabei folgen die Reiter einer künstlichen Duftspur, die vom sogenannten Schleppenleger über die Hindernisse gelegt wird und die von den Hunden ausgearbeitet werden muss. Lebendes Wild kommt dabei nicht zu Schaden.

Voraussetzung der Jagdreiterei ist deshalb Passion und eine solide Ausbildung. Neben der reiterlichen Ausbildung am Sprung und im Gelände werden aber auch das Brauchtum und der Geist des Jagdreitens gepflegt. Wer diesen verstanden hat, taucht in eine Jahrhundert alte Kultur ein. Befreit von jeglichem Wettbewerb und geprägt durch die Erkenntnis eines einzigartigen Naturerlebnisses, stellen sich die Jagdreiter nur einem Gegner - ihrer eigenen Courage!

Der Reitverein ist kooperatives Mitglied in der Niedersachsenmeute. Etliche Mitglieder des Vereins sind oder waren Piköre bei unterschiedlichen Meuten und geben damit der langen Geschichte der Jagdreiterei in Isernhagen ihren Fortgang.

Der Verein veranstaltet jedes Jahr am Hubertustag, dem 3. November hinter den Hunden der Niedersachsenmeute die traditionelle Hubertusjagd. Zudem wird im August seit einem Jahrzehnt die Jagd Isernhagen rechtsrum durch die Hohenhorster Feldmark geritten.

Mitglieder des Vereins können an den Reitertagen der Niedersachsenmeute teilnehmen und die dort erworbenen Kenntnisse in Isernhagen vertiefen. Hier laden ein wunderschönes Gelände und über 30 feste Hindernisse aller Schwierigkeitsgrade dazu ein, sich ausgiebig dem Geländereiten zu widmen. Einmal im Jahr können wir renommierte Ausbilder dazu bewegen, nach Isernhagen zu kommen, um einen Lehrgang der Extraklasse anzubieten.

Weitere Lehrgänge werden nach Bedarf immer wieder angeboten. Schauen Sie doch mal wieder auf diese Seite.

Norddeutschland ist aber für das Jagdreiten wie gemacht, weshalb die Isernhägener Jagdreiter auch bei vielen anderen Meuten regelmäßig zu treffen sind.

Deshalb lassen Sie sich inspirieren, vom Flair dieses geselligen Sports, den jagdeifrigen Hunden, den dampfenden Pferden, den farbenfrohen Bildern der Rotröcke, die couragiert im vollen Galopp die Hindernisse überwinden und erleben sie "die Freiheit im Galopp".

Unser Jagdprogramm

In Isernhagen werden seit 1868 Schleppjagden geritten.
Folgende Veranstaltungen sind geplant:

Unerlässliche Regeln für die Jagd in Rot!

Regeln für die Reiter und Zuschauer

I. Vor der Jagd

  • Die Jagd ist ein Fest der Hunde, der Pferde und der Reiter. Deshalb bitten wir um angemessene Kleidung. Mit einer hellen Hose und einem Reitjacket oder Jagdrock sind Sie immer richtig gekleidet. Schutzwesten und splittersichere Helme mit einer Dreipunktbefestigug gelten nicht als verpöhnt sondern sollten
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    getragen werden.

  • Die Reiter werden gebeten, am Stelldichein unaufgefordert das Jagdgeld zu entrichten und sich das Jagdbuch einzutragen.

  • Nach dem Aufsitzen und der Begrüßung durch den Jagdherrn - wahre Herren ziehen dabei die Kappe - reiht man sich in die Felder ein. Beim Bilden der Felder begrüßt man den jeweiligen Feldführer - aus Sicherheitsgründen jedoch ohne diesem die Hand zu geben.

  • Beim Stelldichein reitet ein guter Jagdreiter im Schritt. Galopp und Trab sind ausschließlich der Equipage vorbehalten.

II. Jagdeinteilung

Die Jagdeinteilung erfolgt gemäß der Jagdordnung 1971, Artikel 7. Es werden drei Felder gebildet:

  • Die Reiter im ersten Feld springen jedes Hindernis. In dieses Feld sollten sich nur solche Reiter einordnen, deren Pferde im Sinne der jagdlichen Anforderungen zuverlässig sind. Es gilt hierbei die alte Regel: Je zuverlässiger das Pferd, desto weiter vorne wird im Feld geritten! Schlagende und beißende Pferde sollten jedem Jagdfeld ferngehalten werden. Jedenfalls aber sind solche Pferde mit einer roten Schleife im Schweif zu kennzeichnen. Deren Reiter reihen sich bitte an das Ende des Jagdfeldes ein.

  • Das zweite Feld besteht aus langsameren und weniger geübten Pferden oder noch Erfahrung sammelnden Reitern, die aber auch den vollen Cours gehen. Einzelne schwere Sprünge und Sprungkombinationen werden vom gesamten Feld umritten. Das eigenmächtige Anreiten der zu umreitenden Sprünge, sowie das Auslassen angerittener Sprünge ist zur Sicherheit der anderen Reiter dieses Feldes unerwünscht und führt zum Verweis der Reiter ins dritte Feld. Vielmehr ist dem Feldführer zu folgen. Ein Wechsel in das dritte Feld ist nach jeder Schleppe möglich. Bitte melden Sie sich dann bei den jeweiligen Feldführern an und ab.

  • Das dritte Feld ist für jüngere Pferde und die Reiter gedacht, die den Hunden folgen wollen aber um die Hindernisse herum geführt werden möchten. In diesem Feld herrscht das grundsätzliche Verbot die Hindernisse anzureiten, damit die anderen Feldteilnehmer nicht gefährdet werden!

  • Zudem wird regelmäßig ein reines Zuschauerfeld angeboten, in welchem die Reiter dieses Feldes nicht den Hunden folgen sondern im gesetztem Tempo zu einzelnen Punkten geführt werden, von denen die Höhepunkte der Jagd, also das Suchen der Hunde auf der offenen Fläche oder aber einzelne Sprünge besonders gut eingesehen werden können.

III. Während der Jagd!

  • Vor dem Anlegen darf die Meute nicht gestört werden. Jetzt herrscht Ruhe im Feld! Angeritten wird erst, nachdem die Hunde sicher auf der Fährte liegen und der Master "Gute Jagd" wünscht.

  • Jedes Kreuzen im Feld ist gefährlich und strengstens zu verurteilen. Überholen vor den Hindernissen ist außerordentlich gefährlich und deshalb streng verboten. Jeder Jagdteilnehmer soll auf dem Platz in dem Jagdfeld die Jagd beenden, auf dem er die Jagd begonnen hat. Auf keinen Fall darf an dem Feldführer vorbeigeritten werden. Bei Verstößen muss der betreffende Reiter damit rechnen, in ein anderes Feld oder ganz von der Jagd verwiesen zu werden. Der Anstand gebietet es, sich für Fehler unverzüglich zu entschuldigen. Jeder gute Jagdreiter wird in der Erkenntnis der eigenen Unvollkommenheit diese Entschuldigung akzeptieren.

  • Wenn ein Pferd verweigert, muss der Sprung sofort freigegeben werden. Erneutes Anreiten darf erst erfolgen, nachdem das gesamte Feld den Sprung passiert hat. In diesem Fall muß die Überlegung angestellt werden, in ein leichteres Feld zu wechseln.

  • Bitte halten Sie soviel Abstand, dass Sie jederzeit in der Lage sind, einem stürzenden Pferd auszuweichen. Reiten Sie deshalb stets versetzt zum Vordermann.

  • Dringende Bitte: Achten Sie sorgfältig darauf, nicht in die Hunde zu reiten oder einen Hund anzureiten. Stellen Sie Ihr Pferd mit dem Kopf immer in Richtung der Hunde. Abgesehen davon. dass es sich um unsere treuen Kameraden handelt, ist es eine kostspielige Angelegenheit, denn ein ausgebildeter Hund kostet 2.500 €.

  • Sollte eine Notsituation eintreten, teilen Sie diese bitte den eingeteilten an der grünen Binde zu erkennenden Pikeuren mit. Diese werden für eine Hilfestellung sorgen. Das Stoppen des Feldes durch den Feldführer ist der deutliche Hinweis auf einen eingetretenen Nofall. Verhalten sich sich in diesem Fall besonnen und achten Sie auf die Anweisungen der Pikeure.

IV. Nach der Jagd

  • Die Brüche sind sofort einzeln in Empfang zu nehmen. Unmittelbar nach beendeter Bruchverteilung stellen sich die Reiter Im Halbkreis um die Hunde. die bei Erklingen der Fanfare "la curee" ihre Curee erhalten. Als Dank für die Hunde ziehen die Reiter ihre Kappe.

  • Bitte denken Sie daran, die Sattelgurte am Halaliplatz zu lösen.

  • Der Halaliplatz wird erst verlassen, wenn das "Halali" geblasen wurde und der Master die Jagd durch den Ruf "Halali - Halali" beendet hat und mit seiner Meute den Platz als Erstes verläßt!. Niemals wird der Halaliplatz vor der Meute verlassen!

V. Regeln für Zuschauer

  • Die Zuschauer werden freundlich gebeten, den Weisungen der Zuschauerführung zu folgen.

  • Hunde dürfen nicht mitgebracht werden; gegebenenfalls sind sie im Auto zu lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihre Hunde von der Meute angegriffen werden.

  • An die Meute sollte nicht näher als 10 m herangetreten werden.

  • Bitte nicht über die gelegte Strecke laufen, weil ansonsten die Hunde verwirrt werden können.

  • Von den Hindernissen mindestens 10 m Abstand halten, weil sonst die Fährte gestört wird und die große Gefahr des Überreitens besteht. Unterschätzen Sie nicht die Gefahr, in die Sie sich in diesem Fall begeben.

  • Die Jagd ist eine reine Freiluftveranstaltung und findet im Herbst statt. Also stellen Sie sich bitte kleidungsmäßig auf schlechtes und regnerisches Wetter ein.

  • In Isernhagen wird die Jagd traditionell von vielen Zuschauern begleitet. Diese werden auf Anhängern zum Geschehen gefahren. Der Truppenübungsplatz ist für private Fahrzeuge gesperrt! Erscheinen Sie deshalb rechtzeitig, weil ansonsten Ihnen kein Platz auf den Anhängern zugesichert werden kann.

  • Viele Menschen begleiten unsere Jagden und erfreuen sich an der Natur, den Hunden und den Pferden. Bitte stören Sie diesen Gleichklang nicht durch partyhafte Exzesse im Gelände.

VI. Einige schlechte Erfahrungen..

aus denen wir alle etwas lernen können:

  • Die Jagd in Isernhagen ist schnell (bis zu 600 Meter in der Minute), die Hindernisse sind klobig und breit. Es wird deshalb eine hohe sportliche Leistung von Pferd und Reiter abverlangt. Deshalb ist die Jagd für ungeübte Pferde und Reiter sowie für ungepflegtes, brüchiges Sattelzeug nicht geeignet.

  • Während der Jagd werden Felder beritten, Gräben überquert und Bäche durchschritten. Bandagen sind deshalb für die Jagd ungeeignet, weil diese sich regelmäßig im Matsch lösen. Gamaschen sind nur dann geeignet, wenn diese das Pferdebein fest umschließen und kein Sand hineindringen kann.

  • Unabhängig von der Feldeinteilung wird überall schnell und wendig geritten. Das erfordert einen festen aber geschmeidigen Sitz, der überlicherweise durch die rechtwinklig angelegten Unterschenkel gekennzeichnet wird. Dressursättel sind für die Jagd ebenso ungeeignet wie zu lange Bügel.

  • Die Jagd ist kommunikativ, man hat sich lange nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen. Aller- dings sollte man die Arbeit der Hunde dadurch respektieren, indem man nach dem Abreiten der Schleppe und dem Ertönen der Fährtenfanfare ruhig ist und die Hunde nicht stört.

  • Die Hunde arbeiten hart und verdienen Respekt. Verlassen Sie deshalb niemals den Halaliplatz ohne dass der Master zuvor die Jagd beendet hat.

  • Jede Jagd ist ein Fest. Es gibt kein gutes Fest ohne gute Gäste! Gewähren Sie Ihren Gastgebern die Freude, Sie nach der Jagd noch einige Zeit bewirten zu können und seien Sie nachsichtig, wenn nicht alles so läuft, wie es eigentlich geplant war. Die Jagd besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Menschen, Hunden und Pferden und ist den Unbillen der Natur unterworfen. Genießen Sie vielmehr das Vorrecht, die Freiheit im Galopp erlebt zu haben.

Hubertusjagd 2015

Hubertusjagd 2015

Es geschah an einem Dienstag!

Na und?

Isernhagen rechtsrum 2015

Isernhagen rechtsrum 2015

Auch in diesem Jahr trotzten die Jagdreiter den widrigen Bedingungen...

Hubertusjagd 2014

Hubertusjagd 2014

Hubertusjagd mit „Bombenstimmung“

Volles Haus und eine Bombenentschärfung in Isernhagen

Isernhagen rechtsrum 2014

Isernhagen rechtsrum 2014

Isernhagen Rechtsrum ist CULT!

Hubertusjagd 2013

Hubertusjagd 2013

Wenn der Hubertustag auf einen Sonntag fällt und der Veranstalter gleichzeitig auch noch seinen 100 Geburtstag feiert, dann ist es mit der Ruhe in der Feldmark vorbei. Hunderte von Zuschauern auf T...

Isernhagen rechtsrum 2013

Isernhagen rechtsrum 2013

Endlich passte einmal alles: Fisch geerntete Felder, trockenes Wetter; moderate Temperaturen, staufreie Anreise und eine agile Senior-Jagdpatronin. Diese Umstände gepaart...

Triple Meet in Isernhagen 2013

Triple Meet in Isernhagen 2013

Das war ein Jagdreiterfest der Sonderklasse!

Hubertusjagd 2012

Hubertusjagd 2012

3. November 2012 Immer wenn Hubertus ruft Wer eine Jagd im November veranstaltet, der muss immer damit leben, dass diese auch im Regen durchgeführt werden muss. Ärgerlich ist es dennoch und übli...

Isernhagen rechtsrum 2012

Isernhagen rechtsrum 2012

Isernhagen rechtsrum 2012 Was für ein Tag: Strahlender Sonnenschein; 84 Reiter; beste Laune und reibungsloser Jagdablauf. Das war die Jagd Isernhagen rechtsrum 2012. Mit Ursel Bülhuis und Lisa Kl...

Hubertusjagd 2011

Hubertusjagd 2011

Hubertusjagd Isernhagen 72 Reiter legen für die Jagd einen Tag Urlaub ein. Wer an einem Donnerstag veranstaltet eine Jagd, um der Tradition zu gehorchen, der muss damit rechnen, sich ggf. auch m...

Hubertusjagd 2010

Hubertusjagd 2010

Seit Tagen waren sich alle Wettervorhersagen in ihrer Prognose einig! Während der Jagd in Isernhagen würde es durchgehend stürmen und regnen. Tatsächlich begann der Tag entsprechend der Vorhersage ...

Isernhagen rechtsrum 2010

Isernhagen rechtsrum 2010

Reitverein Isernhagen veranstaltet die Eröffnungsjagd hinter der Niedersachsenmeute Schon zum fünften Mal trafen sich bundesweit angereiste Jagdreiter an der historischen Stelle des Gasthauses "Vol...

Hubertusjagd 2009

Hubertusjagd 2009

Wer der Tradition folgt und am Tage des heiligen Hubertus, dem 3. November eine Jagd veranstaltet, der muss eigentlich nach seinem Geisteszustand befragt werden. Ein Wochentag im November, häufig m...

Isernhagen rechtsrum 2009

Isernhagen rechtsrum 2009

Seit Wochen hatte es in Isernhagen nicht mehr richtig geregnet und die Meteorologen verzeichneten den heißesten Tag seit 66 Jahren. Ideale Bedingungen für eine Jagd sahen ...

Hubertusjagd 2008

Hubertusjagd 2008

Die Tradition in Isernhagen gebietet es seit langer Zeit die Hubertusjagd genau am 3. November, also dem Tag des heiligen Hubertus, stattfinden zu lassen. Deshalb fand die Jagd diesmal an einem typ...

Isernhagen rechtsrum 2008

Isernhagen rechtsrum 2008

Schleppjagdjagd hinter der Niedersachsenmeute! zurück zu den Ursprüngen! Ursel Bülthuis hatte gerufen und trotz Nieselregens ....

Hubertusjagd 2007

Hubertusjagd 2007

Am 3. November 2007 zeigte sich der Herbst von seiner ungeliebten Seite. Regen, Wind und grauer Himmel ...

Isernhagen rechtsrum 2007

Isernhagen rechtsrum 2007

"never look into the ditch!" "Isernhagen rechtsrum" am 5. September 2007 Zum zweiten Mal fand ...

Hubertusjagd 2006

Hubertusjagd 2006

Zweimeutejagd in Isernhagen! Bei bestem Jagdwetter trafen sich in Isernhagen ca. 80 Reiter zum Stelldichein. ..

Isernhagen rechtsrum 2006

Isernhagen rechtsrum 2006

Kurze aber sportliche Jubiläumsjagd! zurück zu den Ursprüngen! Ca. 35 Reiter und viele Zuschauer erlebten bei wechselhaften Wetter ...

Hubertusjagd 2005

Hubertusjagd 2005

Zwischen zwei verregneten Tagen öffnete sich der Himmel und bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Hubertustag ...

Hubertusjagd 2004

Hubertusjagd 2004

Petrus war diesmal gnädig mit den Jagdreitern in Isernhagen! Bedeckter Himmel und am Ende noch ein wenig Sonnenschein ...

Hubertusjagd 2003

Hubertusjagd 2003

Der Tag der Hubertusjagd 2003 begann mit langen Gesichtern! Platzregen, Sturmböen und schlechte Wetterprognosen...

Historischer Jagdbericht 1888

Warum Geschichtliches?

In Isernhagen wird traditioneller Boden beritten. Damit die Tradition nicht zu einer Worthülse verkommt, möchten wir Ihnen kurz etwas zur Geschichte der Jagd in Isernhagen erläutern.

Die Hunde 1911

Die Königlich Hannöversche Meute

Meutejagden wurden nördlich von Hannover seit dem 17. Jahrhundert betrieben.
Seit 1815 war die Königlich Hannöversche Meute in Herrenhausen stationiert und jagte auch in Isernhagen.
Gerade das Jagdreiten wurde in dieser Zeit von dem Wahlspruch des Königshauses Hannover geprägt: "Suscipere et finere" (Beginnen und Beenden).
Diese Meute bestand aus Harriern.
1866, im Deutschen Bruderkrieg zwischen Preußen und Österreich, verlor das Königreich Hannover seine Unabhängigkeit und wurde von Preußen annektiert, die Welfen wurden entthront und Hannover wurde zur Preußischen Provinz Hannover. Die Königlich Hannöversche Meute mit ihren Harriern wurde auf Preußische Weisung nach Hamburg verkauft und faktisch aufgelöst.
Der Preußische Rittmeister Eugen von Rosenberg gründete daraufhin kurzerhand den Militärjagdverein, der einige Foxhounds ankaufte und so die Jagdtradition erhielt.

Stelldichein am 3.11.1910

Das Militär Reitinstitut

Mit Order vom 13.9.1866 wurde die Preußische Militär Reitschule von Schwedt an der Oder nach Hannover verlegt. Dort nahm das Militär Reitinstitut am 4.7.1867 seinen Betrieb auf. Bereits 1867 veranstaltete das Institut mit ihrer Fox Hound Meute, die sie von dem Militärjagdverein übernommen hatte, Schleppjagden auf dem noch Heute berittenen Boden Isernhagens.
1889 wurde der Rittmeister Reinhold von Eben Master der Meute des Militär-Reitinstitutes und führte diese zu besonderer Berühmtheit. Noch heute begeistert sein Buch "Das Jagdreiten" die Jagdreiter. Darin beschreibt er lebhaft die Jagden in Isernhagen. Seine Schilderung von einem ca. 8 Meter weiten Sprung über das Flüßchen Wietze im fliegenden Galopp erzeugt noch Heute Zweifel. Er ist jedoch historisch belegt und dokumentiert und wurde später öfters wiederholt.

Der Wietzesprung

Das Reitinstitut wurde am 30.7.1914 aufgelöst und die Truppen zogen in den ersten Weltkrieg. Die Hunde wurden aufgeteilt und in private Hände einzeln zur Pflege übergeben. Rittmeister von Esebeck, der die Hunde jahrelang versorgt hatte, nahm sich aus Gram das Leben.
Zum Ende des 1. Weltkrieges schrumpfte der Hundebestand von ehemals über 100 Hunden auf abgemagerte 16 Stück, die bei einigen anhänglichen Freunden der Meute über die schweren Kriegsjahre gerettet worden waren.

Isernhagen um 1910

Die Kavallerieschule

Nach dem 1. Weltkrieg wurde am 1. Juni 1919 die Kavallerieschule Hannover gegründet, deren Meute unter dem aus England stammenden Master Blakeley schon 1919 wieder die erste Schleppjagd in der Varenwalder Heide und der Isernhägener Feldmark veranstaltete. Dabei verzichteten die Isernhägener Bauern in dieser schweren Zeit auf jegliche Entschädigung und ermöglichten so den Fortbestand des Jagdreitens. Die Meute selbst wurde im Jagdstall, dem so genannten "Blakelion" also dem heutigen Gelände des Reitervereins Hannover gehalten. Von dort jagten die Hunde vorwiegend in Isernhagen bis die Meute zusammen mit der Kavallerieschule 1938 nach Krapnitz bei Potsdam verlegt wurde.
Am 20.Juli 1944 erhoben die Offiziere der "schnellen Truppen", wie die Kavallerieschule nun genannt wurde, in der fehlerhaften Annahme, Hitler sei durch das Attentat der aus ihren Reihen stammenden Widerstandskämpfer ums Leben gekommen, ihre Gläser zum berühmten Toast "Meine Herren, das Schwein ist tot". Das leitete das unverzügliche Ende dieser traditionsreichen und ehrenhaften Einrichtung ein.
Nach dem Krieg wurden 60 Koppeln dieser Meute dem britischen Queens Bay Regiment im Raum Uelzen übergeben. Schließlich ging aus diesen Hunden die Niedersachsenmeute hervor, die in Isernhagen seit fast 60 Jahren wieder reitet.

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Krieg trat in Isernhagen die gleiche Entwicklung ein, wie in vielen anderen Teilen Deutschlands auch. Die Pferdeleute nahmen nun ihr Schiksal selber in die Hand und die Vereine traten an die Stelle, die zuvor vom Militär oder öffentlichen Einrichtungen ausgefüllt worden waren
So fand bereits wieder am 3.11.1949 die erste Jagd in Vereinsregie statt. Zwar gab es noch keine Meute aber der Grundstein war gelegt.
Ab 1953 jagten wieder die Hunde in Isernhagen und die Tradition der Schleppjagd wurde fortgesetzt.

Hubertusjagd 1953

Zunächst wurde noch an den alten Stellen gejagt, bis in den 60. Jahren die Zersiedelung der Landschaft und der Zeitgeist das Bereiten der nun intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen vor den Toren der Stadt nahezu unmöglich machte.

So war man froh, Anfangs der 70 Jahre auf den Truppenübungsplatz ausweichen zu können, auf dem noch heute das das Herzstück der Jagden stattfindet.
Namen wie die der Familien Oppermann, Leifers oder Deiters, die über Jahrzehnte die Tradition aufrecht erhielten und förderten werden uns dabei immer in bester Erinnerung bleiben.
Ein besonderer Dank gilt auch den Jagdreitern, die uns über Jahrzehnte lang die Treue gehalten haben. So ritt Hans-Wilhelm Vogeley seine ersten Jagden in Isernhagen nach dem Kriege noch mit seinem Pony und ist auch heute noch im ersten Feld zu finden.

Der Geist des Jagdreitens

"In schnellem Tempo denken und handeln"

1890 wurde die Jagdordnung des Königlich Preußischen Reitinstituts veröffentlicht, in deren Päambel folgendes statuiert wurde:

"Zweck des Jagdreitens ist neben dem Vergnügen, welche dieselben jedem passionierten Reiter gewähren, den zum Militairinstitut commandierten Offizieren Gelegenheit zu geben, sich bei jeder Witterung in unbekannten, theils schwierigen Gelände, zu Pferde sich schnell und sicher zu bewegen, und das selbe auf seine Gangbarkeit, beurtheilen zu lernen. Hand in Hand geht damit die richtige Behandlung und Pflege des Pferdes, und die Beurtheilung seiner Leistungsfähigkeit, die für gewöhnlich gar leicht unterschätzt wird."

Zu dieser Zeit wurde auf bis zu 90 Jagden im Jahr über 6 Stunden und mehr der Fährte von Hannover über Isernhagen bis nach Fuhrberg gefolgt. Hierbei wurden nicht selten mehr als 150 Koppelricks und eben so viele Gräben überwunden.

Dabei wurden auf dem Gelände immer schon - auch vor dem Verbot der Wildjagd - Schleppjagden durchgeführt, weil gerade diese Art des Reitens schon zunächst für das Königliche preußische Militär-Reit-Institut und später für die Kavallerieschule Hannover den Höhepunkt der Ausbildung von Pferd und Reiter darstellte. Das Leitbild der Kavalleristen war dabei der Grundsatz "in schnellem Tempo denken und handeln". Nirgendwo wurde dieser so sehr gefördert, wie auf der anspruchsvollen Schleppjagd.
Das ergibt sich aus der zu dieser Zeit geltenden Reitervorschrift, wonach "durch keinen Zweig reiterlicher Ausbildung die zum dreisten, flotten Vorwärtsreiten querfeldein erforderlichen seelischen und körperlichen Eigenschaften bei Reiter und Pferd so erfolgreich geschult werden, wie durch das Jagdreiten".
So waren es letztlich diese jagdreiterlichen Tugenden, die nach der Gründung des Springstalls der Kavallerieschule im Jahre 1929 der Equipe aus Hannover bereits 1931 den seinerzeit größten reiterlichen Triumph der Welt, nämlich den Gewinn der Coppa d'Oro in Rom ermöglichten.

So ist es erklärlich, dass die Tochter des letzten Kaisers Wilhelms II, Viktoria Luise Prinzessin von Preußen, Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg bis zu ihrem Ableben 1980 die Jagden regelmäßig besuchte und über deren Sportlichkeit wachte.

Prinzessin Viktoria-Luise

Hermann Löns

Das ist unsere Tradition, der wir uns gegenüber verpflichtet sehen.

Hermann Löns - Die Hubertusjagd

Auf die Dächer Hannovers fällt aus blauem Himmel der Sonnenschein, macht aus den schwarzen Telephondrähten goldene und läßt blankes Silber aus allen Fenstern strahlen.

Novembersonne machte die Augen froh. Sie ist so selten. Der düsterste Monat ist es, der trübste, an dem man am allermeisten das Licht nötig hat. Heute aber ist die Sonne mehr als je am Platze. Wäre heute der Himmel grau, fiele es naß von oben, pfiff Nordostwind, dann würden viele Gesichter nicht so froh sein und viele Augen nicht so blank; denn heute ist der große Tag von Isernhagen.

Das wäre noch schöner, wenn es heute geregnet hätte. Das denken die Gastgeber, die Herren von der Reitschule, die eingeladen haben zur Parforcejagd auf den Schwarzkittel, und ihre Gäste denken ebenso. Ohne Sonne keine richtige Hubertusjagd.

Aber so ist es recht. Das richtige, leichtsinnige Wetter, wie geschaffen für einen flotten Ritt durch dick und dünn, über Feld und Falge, über Wiesen und Weiden. Bei solchem Wetter nehmen sich Gräben und Hecken leichter, da ist man verwegener und denkt nicht so viel an seine lieben Knochen.

Wohin man sieht in der Stadt, Jagdwagen, die nach der Nordstadt zu fahren, Reiter und Reiterinnen, die dahin ihre Rosse lenken, alles nach dem Heidrand zu, an dem das große, viergemeindige Dorf liegt. Alle Straßenbahnwagen sind überfüllt, und ein Strom von Radlern füllt die Landstraßen, die dahin führen.

Dort aber ist schon lange alles bunt von Menschen. Das historische Gasthaus von Heimberg in der Hohenhorster Bauernschaft ist das Stelldichein. Ein Fichtenbruchgewinde schmückt die Einfahrt, darin hängt ein buntes Schild, und daraus ruft es: Vivat St. Hubertus!

Wie das durcheinander wimmelt! Landleute, Stadtvolk, Dorfkinder, hier und da eine bunte Reiterunifom, dort die grünen Röcke der Schüler der Forstschule, da Blau und Weiß der Königsulanenkapelle und überall dazwischen wie roter Mohn in einem Felde, bunt von Blumen, die roten Röcke. Alles, was Pferdeverstand hat, ist heute hier. Und auch, was keinen hat; alles das, was man auf der Bult sieht an ihren großen Tagen, Tribüne, Sattelplatz und Stehplatz. Nur das Volk der Buchmacher fehlt.

Denn es ist nichts zu verdienen heut'. Es ist der allerehrlichste Sport heute; nichts ist zu gewinnen hier als ein Bruch vom Fichtenzweig. Diesen Sport wenigstens hat das Geld noch nicht verdorben.

Hufegetrappel und Rädergerassel in einem fort, Wagen an Wagen, gefüllt mit lachenden Leuten. Sie freuen sich alle über das Wetter, das schöne Wetter, das alles lustig macht, die Dorfhunde, die auf allen Höfen kläffen, die Hähne, die auf jedem Hofe krähen, die Tauben, die flügelklatschend über die Dächer taumeln, die Krähen, die sich quarrend in der Luft stechen. Und wieder Wagengedonner und immer wieder, und immer noch flutet es heran von Hannover, zu Wagen, zu Rad, zu Roß, zu Fuß, ohne Ende.

Die Musik spielt: Ich schieß' den Hirsch im wilden Horst. Die lachenden Augen werden noch heller. Dann ein donnerndes Hoch aus der Wirtschaft. Das sind die Gemeindevorsteher und die Jagdvorstände der Dörfer rund um Isernhagen, denen der Grund und Boden gehört, über die die Reitschule ihre Jagden reitet. Nach altem Brauch hat der Kommandeur der Reitschule den Vertretern der Bauernschaften gedankt für ihr Entgegenkommen; in ihrem Namen dankt Hofbesitzer Gosewisch aus Kaltenweide.

Vom Nachbarhof klingt der Hals der Meute. Neunzehn Koppeln der Schwarzweißgelben vergehen da fast vor Ungeduld. Nicht lange mehr, dann haben sie Arbeit.

Die Glocke schlägt eins. Ein Horn ertönt; Gute Fahrt! ruft es. Wimmelnde Bewegung kommt in die Menge. Alles stürzt in die Wagen, und eine lange, bunte Wagenkette zieht sich vorwärts; daneben schiebt sich der bunte Troß der Radler und Fußgänger.

Da sind die Wietzewiesen. Fahl liegen sie da, umrahmt von schwarzen Fuhrenmauern, zerschnitten von weißblitzenden Gräben, gefleckt von dunklen Weidenbüschen und weißdurchwirkten Birkenhorsten; Krähen spektakeln über ihnen, und ein Bussard schraubt sich höher, geärgert durch das Leben hier unten.

Jetzt wird die Sache mulmig, jetzt geht das Hüppen los. Hei, Röckchen zusammen und hoppla he! Das allein lohnt sich schon. Denn so viele nette Füßchen sieht man da und so viele hübschbestrumpfte Mädchen, und ab und zu ein weißes Hosenspitzchen.

Und nicht nur solche gefährliche Dinge sieht man, auch lustige. Da sitzt ein dicker Herr bis an die Kniescheiben in der Mudde, dort lotsen der Papa und zwei Söhne die umfangreiche Mama über einen sehr wackligen Steg, hier kugelt ein Radler vom Sattel in den Pump, da wird ein Wagen halali. Er verlor ein Rad.

Doch das sieht man nur so beiwege. Weiter, weiter, bis dahin, wo die bunte, glitzernde, flimmernde, glimmernde, schimmernde Wagenburg sich staut vor dem dunklen Holz, da stockt der Menschenstrom.

Ein Schrei aus tausend Kehlen hallt über die Wiesen: Der Kujel! Alle Hälse drehen sich, alle Gläser fahren herum. Da trollt der Basse aus dem Busch, wird flüchtiger, verschwindet, taucht wieder auf, jetzt schon hochflüchtig, taucht wieder in den Büschen unter.

Drei rote Punkte tauchen auf, tanzen über die gelben, glitzernden Wiesen, als triebe der Wind Mohnblumenblätter dahin. Ein Ruf, ein tausendstimmiger: Die Sau, und ein tausendstimmiges Lachen; es war ein Krummer, der in rasender Flucht vor den Lanceuren dahinfährt.

Aber das ist er! Auch nicht! Ein schwarzes Reh. Dann ein graues, vier, fünf, ein ganzer Sprung. Und jetzt flirren schwarzweiße Punkte vor den drei rotröckigen Reitern auf, zehn, zwölf, fünfzehn Birkhühner streichen auf die Wagenburg zu, drehen ab und sausen nach Kaltenweide hin. Weiße Flecke vor den drei Reitern, kaum sichtbar die Hunde. Dann ist alles verschwunden, da, wo der Basse das Holz annahm. Jetzt heißt's warten. Die Luft über dem Bruch flirrt und flimmert, die Sonne sticht, unter allen Hüten rieselt es naß herab.

Tausend Gesichter machen eine Wendung nach rechts. Da kommt es den Damm entlang, eine lange, bunte flimmernde Masse, Blau, Braun, Rot, Weiß, Schwarz, Grün, Feuerrot. Aber Feuerrot am meisten: das Feld! Und darauf wimmelt eine schwarzweißgelbe Masse, wedelnd, hechelnd, zerrend: die Meute.

Immer näher kommt der bunte Troß. Bunte Uniformen, schwarze Samtkappen, braune Gesichter, glatte Pferdehälse, leuchtende Lackstiefel, schimmernde Reithosen und große blaue, grüne, rote, schwarze, feuerrote Flecken. Aber letztere am meisten.

Hunderte von Hufen lassen den anmoorigen Boden dröhnen, hunderte von Sätteln knirren und knarren, hunderte von Nüstern schnaufen und schnauben. Wie ein langer, bunter, vielhundertgliedriger Tausendfuß kommt es heran und donnert vorbei.

Und jetzt löst sich von ihm eine krimmelnde, wimmelnde, weiße Masse ab; die Meute wird zur Fährte gelegt. Wie ein einziges Ding hält sie die Fährte, taucht hier auf, verschwindet da, kommt wieder zu Blick und ist wieder weg. Hinter ihr her stiebt das bunte Feld in einem schimmernden Regen, den die Hufe emporwerfen.

In die Wagenburg kommt Leben. Es geht dem Felde nach. Radler und Fußgänger hinterdrein über Gräben und Pfützen, mitten durch das halbgefrorene Bruch, mit hochgenommenen Röckchen, gierigen Augen roten Gesichtern.

Von Westen kommt die Jagd heran. Voran der Schwarzkittel, von den Lanceuren gedrückt in das freie Galoppterrain. Noch ist sie hochflüchtig, die Sau; aber jetzt wird sie kürzer, immer kürzer, und jetzt ist ein Hund an ihr, jetzt noch einer. Ein gellendes Gejaule; sie wehrt die Hunde ab und wird wieder flüchtig.

Aber nur für eine kurze Frist. Drei, vier, fünf, sechs Hunde sind ihr am Pürzel, jetzt einer am Gehör, und fort ist sie, gedeckt von der Meute, verschwunden in dem schwarzweißgelben Gewimmel.

Und da jagt es heran, ein Haufen bunter Flecken und mit ihm verschwindet die Meute wieder, in diesem vielfarbigen Gewirr von bunten Röcken, wehenden Pferdeschwänzen, nickenden Pferdehälsen, weißen Hosen, blitzenden Stiefeln. Einer steigt ab, hastig, daß ihm keiner zuvorkommt; er hebt den Bassen aus mit geübter Faust und hält ihn, bis der Chef kommt und dem Schwarzkittel den Fang gibt mit sicherer Hand.

Ein Horn erklingt; von jeder rechten Hand schlüpft der weiße Handschuh: Ha-la-li ruft das Horn des Oberpikörs über das Bruch. Dann rollt sich der bunte Klumpen auf und zieht als bunte Schlange nach Isernhagen. Hinter ihm her donnern die Wagen, strömen die Zuschauer, und zu allerletzt, hinkend, halb getragen, die beim faulen Sprung den Boden küßten.

Hinter den Fuhren stirbt die Sonne den Flammentod. Der große Tag von Isernhagen ist vorbei