Hubertusjagd 2015

Kaiserwetter am Dienstag

Wieder einmal verlangte der Hubertustag, an dem die Schleppjagd in Isernhagen traditionell seit 150 Jahren ausgetragen wird, die Veranstaltung an einem Dienstag durchzuführen.

Die Tatsache dass am Wochenende vorher und am Wochenende nachher viele sehr gute Jagden in Niedersachsen veranstaltet werden, hat uns früher so manchen Schlaf gekostet, weil wir Sorgen hatten, es würde niemand kommen. Allerdings haben wir gelernt, dass echte Jagdreiter sich die

Freiheit im Galopp

auch in der Woche nehmen.

Tatsächlich kamen auch in diesem Jahr mehr als 60 Reiter zum Stelldichein, um den Hunden der Niedersachsen Meute und des Hamburger Schleppjagdvereins zu folgen.

Perfekte Bedingungen

Belohnt wurden diese Reiter mit einer sportlichen Jagd und einem absoluten Traumwetter. In der Nacht gab es den ersten Bodenfrost noch beim Stelldichein dampfte der Boden in der gleißenden Sonne eines traumhaften Herbsttages. Dementsprechend schnell waren die Hunde unterwegs und nur der überragenden Leistung der Schleppenleger war es zu verdanken, dass die Reiter den Hunden überhaupt noch folgen konnten. Diese hatten nämlich immer wieder große Bögen gelegt, die den Reitern die Möglichkeit boten, die Hunde bei ihrer intensiven Arbeit zu beobachten. So entwickelte sich die Jagd schnell zu einem rauschenden Fest.

Gernerationenübergreifend

Dass in Isernhagen stets sportlich geritten wird ist allgemein bekannt. Umso mehr haben wir uns als Veranstalter darüber gefreut, dass die Sportlichkeit von den Reitern angenommen wurde und über die Hälfte der Reiter in den springenden Feldern ritten. Dabei erledigten die Reiter im Alter von zwölf bis über 70 Jahren die gestellten Aufgaben mit großer Souveränität und es kam zu keinen Unfällen und insbesondere zu keinen Verletzungen. Dabei bewährte sich wieder einmal die in Isernhagen gelebte Devise, wonach Hindernisse respektvoll sein müssen, um über eine längere Jagddistanz von den Pferden auch ernst genommen zu werden.

Klasse durch Vielfalt

Seit nunmehr zehn Jahren wird in Isernhagen zum Hubertustag mit zwei Meuten geritten. Deshalb sei ein Blick zurück gestattet. In diesen zehn Jahren begleiteten die Niedersachsen Meute vier andere Meuten. Durch diese Vielfältigkeit haben wir alle viel gelernt. Die Geselligkeit kam von den Cappenbergern, das unbedingte Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Hunde von den Harriern, die Verfeinerung der hohen Kunst des Schleppelegens von den Asbachern und nun können wir uns an der Harmonie und Leichtigkeit des Hamburger Schleppjagdvereins erfreuen. Im Zusammenhang mit der Sportlichkeit der Niedersachsen Meute durften wir besondere Momente erleben. Jede Jagd war anders aber alle waren intensiv. Wir schauen deshalb mit großer Zuversicht auf unser 150-jähriges Jubiläum und hoffen dass es uns möglich sein wird, die Jagd auch zukünftig in dieser Form ausrichten zu können.

Fotohinweis

Bernd Witzmann hat uns wieder tolle Fotos zur Verfügung gestellt.

Diese könnt Ihr >>>hier<<<einsehen!

Weitere Fotos gibt es natürlich bei Thomas Ix und Sabine Schafft