Hubertusjagd 2008

Hubertusjagd am 3. November 2008

Hubertusjagd am 3.11.2008

Die Tradition in Isernhagen gebietet es seit langer Zeit die Hubertusjagd genau am 3. November, also dem Tag des heiligen Hubertus, stattfinden zu lassen. Deshalb fand die Jagd diesmal an einem typischen Novembermontag statt. Es war grau und diesig und wir hatten schon ein wenig Bedenken, ob angesichts der Finanzkrise, des Montags und des nebligen Wetters überhaupt Reiter erscheinen würden. Zudem hatte es ja auch noch zu allem Überfluss im St. Georg einen Artikel gegeben, in dem die sportlichen Jagden wie in Isernhagen als unzeitgemäß und verantwortungslos beschrieben wurden.

Über 70 angereiste Reiter am Montagmittag sowie 500 Zuschauer setzten sich nicht nur über die Widrigkeiten des Termins hinweg sondern gaben ein eindeutiges Votum für die Jagd in Isernhagen und bestärkten uns so in der Aufrechterhaltung der Tradition, auf dem Gebiet des Königlich Preußischen Reitinstituts und der Kavallerieschule sportliche Jagden auszurichten. Besonders gefreut hat uns dabei das Kommen von Franz-Josef Bocklage aus Oldenburg. Er war im letzten Jahr gestürzt und medienwirksam mit einem Hubschrauber abtransportiert worden. Noch am Krankenbett hatte er uns sein Versprechen gegeben wiederzukommen, um sich den nunmehr als "Oldenburger" bezeichneten Wall noch einmal vom Pferde aus anzuschauen. Oldenburger halten ihr Wort!

Pünktlich ging es auf die witterungsgemäß auf 15 km verkürzte Strecke mit sieben Schleppen und ca. 45 Hindernissen.

Bereits beim Anlegen der Hunde auf der ersten Line erlebten wir die phantastische Symbiose zwischen den Foxhounds der Niedersachsenmeute und den Harriern aus Böhme. Die kleinen agilen Harrier quittierten die blockende Hetzpeitsche der beiden gut aufgelegten und wunderbar aufeinander abgestimmten Master mit einen ohrenbetäubenden Geläut, in das die Foxhounds unmittelbar mit ihren sonoren Bellen eingriffen. Die Reiter des ersten Feldes verfolgten dieses Schauspiel der Hunde voller Faszination. Als die Hunde, wie aus der Schleuder abgeschossen auf die Strecke gingen war eines für dieses Montag sofort geklärt: Diese Jagd sollte eine der schnellsten werden, die je in Isernhagen geritten wurde. Die Hunde nahmen nämlich das für sie ideale Wetter an und die ansonsten stets unangefochten das Pack führenden irischen Harrier wurden nun von den schnellen Foxhounds der Niedersachsen zu einem extremen Tempo herausgefordert. Die Pferde vermochten auf der ersten Schleppe den führenden Hunden nicht ansatzweise zu folgen und es ging in vollem Tempo auf die ersten Hindernisse zu. Alle Pferde des ersten Feldes hatten aber keine Probleme mit dem hohen Tempo. Insgesamt kam es während der gesamten anspruchsvollen Jagd zu keinem einzigen Sturz.

Auch in den folgenden Schleppen hielten die Hunde ihr Tempo und sorgten auf den freien Flächen für wunderbare Erlebnisse.

Unsere neu aufgebauten Sprünge aus 60 cm durchmessenden Stämmen wurden durchweg gut von den Pferden angenommen und alle Reiter bestärkten uns in dem Hindernisaufbau.

Die beiden Bläsergruppen, die Fermate und die Rallye Trompes de la Bruyère, die uns bei der Jagd unterstützten waren wieder einmal in Hochform und rundeten das Jagdgeschehen ab.

Nach der Jagd fanden wir beim geselligen Ausklang die Möglichkeit uns noch einmal bei Cords, der scheidenden Vorsitzenden des Landesreiterverbandes zu bedanken, der uns bei der Durchführung der Jagd ebenso tatkräftig unterstützte, wie das Bauunternehmen Jütte, das Autohaus Stietenroth und die Bäckereien Rathmann und Bosselmann. Vielen Dank für die allgemeine Unterstützung und wir hoffen auf ihr Kommen am Dienstag, dem 3. November 2009.



Videoclip von der Hubertusjagd 2008

Jagdlicher Dank

Abschließend dürfen wir uns an dieser Stelle wieder bei unseren Sponsoren bedanken, ohne die eine solche Veranstaltung nicht denkbar wäre.