Isernhagen rechtsrum 2012

Super Start in die Jagdsaison

Isernhagen rechtsrum 2012

Was für ein Tag: Strahlender Sonnenschein; 84 Reiter; beste Laune und reibungsloser Jagdablauf. Das war die Jagd Isernhagen rechtsrum 2012.

Mit Ursel Bülhuis und Lisa Klein hatten in diesem Jahr wieder eine junge und eine erfahrene Jagdreiterin zusammen die Jagdreiter nach Isernhagen eingeladen.

Schon Wochen zuvor wurden generationenübergreifend die Vorbereitungen durchgeführt, die Landeigner und Bauern um Erlaubnis gebeten und die Hindernisse und Strecke auf Vordermann gebracht.

Schon im Vorfeld gab es im Internet Diskussionen über die Schwere der Jagd. Die Veranstalter reagierten hierauf in der üblichen Weise: Isernhagen rechtsrum war sportlich, ist sportlich und bleibt sportlich. Der Reitern gefällt es ganz offensichtlich, denn ansonsten hätten wir an einem Mittwochabend zu Beginn der Saison kaum 84 Reiter begrüßen können. Damit hatte wahrlich keiner gerechnet. Frei nach der Devise, wonach man Wasser in die Suppe gießen muss, wenn mehr Gäste kommen als man erwartet hat, wurden einfach die bei Weiten nicht ausreichenden Brüche geteilt und einige weitere Flaschen zum Begrüßungscocktail herangezogen und dann ging los.

Es wurden wieder vier Schleppen geritten. Dabei bot sich die in Isernhagen seltene Gelegenheit auf den Stoppelfeldern den ein oder anderen Hacken zu schlagen, so dass es für die Reiter ein Genuss war, die Hunde bei ihrer intensiven und hervorragenden Arbeit zu beobachten. Der Schleppenleger selbst hatte die Losung recht großzügig dosiert, so dass ihm bereits zur Mitte der dritten Schleppe "der Saft ausging". Das schien die Hunde aber nicht sonderlich zu stören. Im Gegenteil: Viele Beobachter hatten den Eindruck, dass die Hunde auf der Trittsiegelspur viel intensiver und sauberer arbeiteten als auf der zuvor gelegten "Duftautobahn". Das bestätigte sich nochmals auf der letzten Schleppe, als der zuvor beim Stopp nachgetankte Ouzo wiederum schnell ausging.

Wegen der noch sehr warmen Temperaturen und einiger schlechter Erfahrung von Hitzeschlägen in den vergangenen Jahren hatte die junge Jagdherrin kurzerhand eine Marscherleichterung angeordnet. Das erwies sich als sehr kluge Entscheidung, denn diesmal gab es keine hitzebedingten Ausfälle und die Leichtigkeit des Seins steigerte einfach die Lust am Reiten umso mehr.

Die isernhägener Philosophie, wonach klobige Sprünge besser sind als zarte Hindernisse bestätigte sich wieder einmal, denn die Jagdstrecke wurde nahezu ausnahmslos ohne Probleme bewältigt. Sicherlich träg hierzu die seit langer Zeit in Isernhagen gefestigte Tradition der regelmäßigen Jagdlehrgänge bei, denn viele der angereisten Reiter sind regelmäßige Besucher derselben bzw. haben dort das Rüstzeug für die Jagdreiterei gewonnen.

Die anschließende letzte Schleppe im Voltmershof kann man mit Fug und Recht als Jagdreiterparty bezeichnen. Etliche Jagdreiter sind schon länger dazu übergegangen, über Nacht in Isernhagen zu verweilen. Angefeuert von den hervorragend aufspielenden Jagdhornbläsern wurde bis tief in die laue Sommernacht im Biergarten unter der großen Eiche gefeiert, ehe Ursel Bülthuis die letzten Reiter um 3 Uhr nach Hause schickte.