Isernhagen rechtsrum 2010

Treffen der Generationen!

Reitverein Isernhagen veranstaltet die Eröffnungsjagd hinter der Niedersachsenmeute
Schon zum fünften Mal trafen sich bundesweit angereiste Jagdreiter an der historischen Stelle des Gasthauses "Voltmers Hof" zur Schleppjagd "Isernhagen rechtsrum". Was ursprünglich als Schnapsidee an einem Lagerfeuer begann und bis heute unter dem eigentlichen Arbeitstitel veranstaltet wird, kann für sich nun in Anspruch nehmen, seinen Weg und seine Berechtigung gefunden zu haben.

Das gilt umso mehr als sich diese Schleppjagd als Mittel dazu entwickelt hat, übergreifend zu wirken. Das betrifft zunächst das Verhältnis der Generationen. Ursel Bülthuis, ist die Erfahrenste aller Isernhägener Jagdreiter und hat sich mit Anna Klein die jüngste Jagdreiterein als Jagdherrin an ihre Seite gestellt. Dieses ungleiche Paar führte alle Besprechungen mit den Landeignern und organisierte eine rundrum gelungene Veranstaltung.

Diese Veranstaltung war aber auch meuteübergreifend, denn hier in Isernhagen folgt man mehr der Einladung der Veranstalter und weniger dem Ruf der Meute. Da die Isernhägener ohnehin bei allen regionalen Meuten engagiert sind, kommen also nicht nur die Mitglieder der Niedersachsenmeute. So waren denn auch fast mehr blaugelbe Decken den Harrier zu sehen als die grünen der Niedersachsenmeute. Der Stimmung tat es jedenfalls keinen Abbruch, sondern es ist vielmehr ein Fingerzeig für die Veranstalter hier nicht so kleinlich zu sein. Fast 50 Reiter an einem doch sehr verregneten Mittwochabend gaben den Veranstaltern in ihrem Konzept wohl recht. Selbst dem Fernsehen war es wieder eine Reportage wert.

Der Beginn der Jagd wurde durch eine launige Rede der Jagdherrinnen geprägt, die alle Reiter nach alter Sitte zunächst vor den Voltmers Hof geladen hatten. Dort berichteten der Schleppenleger und die Feldführer von der Jagdstrecke und nahmen die Einteilung der Felder vor.
Hiernach ging es zu den bekannten vier Schleppen in die Hohenhorster Bauernschaft. Noch während der ersten Schleppe öffnete der Himmel sein Tore und ein gewaltiges Gewitter stürzte auf alle herab. Klitschnass durchschritt die Jagdgesellschaft die Wietze. Mit Blitz und Donner ging es auf die zweite Schleppe. Erst zur Pause im Reitverein, stoppte der Regen, was aber kaum noch einer merkte.

Die letzte Schleppe führte traditionell über die lange Reihe, die ja neuerdings von arrivierten Jagdreitern als "little Aintree" bezeichnet wird. Die junge Jagdherrin hatte in diesem Jahr die Hecken länger gelassen und so war der erste Teil dieser Schleppe schon eine gewaltige Herausforderung. Das Staunen nahm aber kein Ende, als die Jagdgesellschaft das Gelände beritt, das von Adolf Weitz aufgebaut wird. Auf ca. 2 Kilometern hatte er sieben mächtige Sprünge aufgebaut, die ebenfalls Einiges abverlangten.

Vielleicht lag es am Wetter, der sportlichen Herausforderung, dem bunten Jagdfeld, den engagierten Jagdherrinnen oder einfach an der reinen Lebensfreude. Keiner meckerte über das schlechte Wetter sondern alle waren, teilweise immer noch pitschnass, bis spät in die Nacht gesellig und freuten sich, dass es nun endlich wieder losgeht.
Vielen Dank, dass Ihr Alle da gewesen sein und wir hoffen Euch spätestens am 3. November 2010 wiedersehen zu können.