Ursulum 2021 - Neue Zeiten in Isernhagen:

Ursulum 2021

Die Veranstalter und Meute im Wandel der Zeiten

Nachdem im Jahr vor der Coronapause kaum noch Reiter zu finden waren, die in Isernhagen im ersten springenden Feld ritten, waren sich die Veranstalter darüber einig, das Konzept der ultimativen sportlichen Jagend zu überdenken.

So folgte man bereitwillig der Anregung der jungen Jagdherrin Julia von Behr, stutzte die Hecken gewaltig und ließ einige witterungsbedingt mit Wasser gefüllte Gräben beim Ritt aus. Tatsächlich nahmen sodann fast ein Drittel der 74 Reiterinnen und Reiter ihre Plätze im springenden Jagdherrnfeld ein. Dem Spaß hat diese Maßnahme nicht geschadet, denn nach der Jagd verließen erst spät in der Nacht die letzten Reiterinnen den liebevoll geschmückten Garten von Adolf Weitz.

Aber nicht nur die Jagdherrinnen gingen neue Wege sondern auch die Meute selbst und erfüllten damit den Wunsch vieler Veranstalter. In einem förmlichen Rahmen wurde der Mastererss des Tages Celestina Löbbecke vom Altmaster Camil von Dungern ein roter Rock verliehen und damit auch offiziell ein alter Zopf abgeschnitten, für dessen Existenz es keinerlei historische oder sonstige Berechtigung gab. Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile die Mehrzahl im Jagdfeld von Damen gestellt wird, wird es die Betrachterinnen und Betrachter erfreuen, wenn nicht nur die dringend gebotene Gleichberechtigung der Geschlechter in das Jagdfeld einzieht sondern auch die bunten Bilder der Vergangenheit wieder eine Auferstehung finden und zu der Attraktivität beitragen, die das Jagdreiten so dringend braucht.

Fotohinweis

Sabine Schafft hat wieder Fotos von der Jagd gemacht, die Sie h i e r einsehen können: