Hubertusjagd 2007

Samstagsjagd in Isernhagen!


Am 3. November 2007 zeigte sich der Herbst von seiner ungeliebten Seite. Regen, Wind und grauer Himmel bestimmten das Wetter. Dennoch ließen es sich über 80 Reiter nicht nehmen, Ihre Pferde in Isernhagen zu satteln und erschienen zum Stelldichein, um einem besonderen Erlebnis beizuwohnen. Vor 23 Jahren wurde 23 Kilometer von dem Kennel der Niedersachsenmeute die Böhmer Meute gegründet. Trotz dieser Nähe hatte man noch nie miteinander gejagt. Nun ist Isernhagen eine traditionell anspruchsvolle Jagd, die vorwiegend die sportlich ambitionierten Reiter anspricht, von denen es nicht mehr so viele gibt. Deshalb wurde schon vor Jahren beschlossen, jeweils eine Gastmeute einzuladen, um auch diese Reiter meutenübergreifend für die Jagd zu begeistern. In diesem Jahr wurde die Böhmer Meute eingeladen, die sich in der letzten Zeit mit ihren schnellen agilen Hunden und ihrem beherzten jungen Master in die Herzen vieler Jagdreiter gejagt hatte. Selten wurde im Vorfeld einer Jagd so viel diskutiert und gestritten. Viele vertraten die Auffassung, dass die Hunde mit ihren unterschiedlichen Charakteren im offenen Gelände des Wietzebruchs nicht zusammen passen würden und die Jagd ein Desaster werden müsse. Nun ist der Jagdherr von Isernhagen selbst Jäger und hat es häufig auf der Jagd erlebt, dass sich die Verhaltensweisen verschiedener Hunderassen in wunderbarer Weise ergänzen und zu besonderen jagdlichen Erlebnissen führt. Er war davon überzeugt, dass dieses auch beim Jagdreiten funktionieren müsse.

Voller Spannung erwarteten deshalb die Reiter, wie die Jagd mit den großen majestätischen Foxhounds der Niedersachsenmeute und den kleineren agilen Harriern aus Böhme verlaufen würde. Selten zuvor wurde bereits das Zusammenführen der Meuten mit solcher Spannung verfolgt. Die Hunde vermischten sich, als hätten sie schon viele Male zusammen gejagt und so ging es zur ersten Schleppe. Als die an diesem Tage prächtig aufgelegten Schleppenleger abritten, passierte etwas Wunderbares: Es erschallte ein donnerndes Geläut aller Hunde und die Master mussten sich blind verstehen, um die vor Tatendrang förmlich explodierenden Hunde zu bändigen. Als die Master die Hunde anlegten, rasten die Hunde wie aus der Flitsche geschossen auf die Schleppe und stoben mit lautem Geläut davon. In einem atemberaubenden Tempo ging es in sieben Schleppen mit ca. fünfzig Sprüngen durch den Wietzebruch. Dabei bereiteten die beiden Equipagen und die Hunde in diesem wundervollen Gelände den Reitern einen einzigartigen jagdlichen Festschmaus, dessen Fazination alle spürten. Vielen Dank dafür, dass die Meuten das Wagnis der gemeinsamen Jagd eingegangen sind.

Von diesem Erlebnis beflügelt, ritt die Jagdgesellschaft in einem stattlichen Jagdherrnfeld, einem sehr großen Jugendfeld, einem zweiten und einem dritten Feld eine außergewöhnlich sportliche Jagd. Insbesondere die Jugend spornte immer wieder die Felder an und begeisterte durch wirklich gutes und kameradschaftliches Reiten. Das freute den Veranstalter besonders, denn die Zukunft ist gesichert.

Leider kam es auf der letzten Schleppe an einem eigentlich weniger sportlichen Hindernis zu einem martialisch aussehenden Sturz, der zum Einsatz des Rettungshubschraubers führte. Erst als es feststand, dass der Reiter Dank eines getragenen Protektors glimpflich weggekommen war, löste sich die Anspannung und endete in einer bis 3 Uhr in der Früh gefeierten geselligen Party. Von dieser Stelle aus wünschen wir Franz-Josef eine schnelle Heilung seiner sechs gebrochenen Rippen und seiner Gehirnerschütterung. Auch Schlüsselbein wird sicherlich wieder heilen.

Die Jagd und deren Vorbereitung wurde von mehreren Kamerateams begleitet, die eine halbstündige Reportage unter dem Titel "Hubertusjagd - Keine Angst vor großen Sprüngen" produzierten.
Wirklich schöne Bilder der Jagd

* Sie auch im Internet bei unserem Fotographen Andreas Klein anschauen und erwerben.
* Auch Martin Schellhase hat einige Bilder ins Netz gestellt, die Sie sich ansehen sollten.
* Natürlich sollten Sie auch einen Blick auf die Website von Stephanie Weirich tätigen, die freundlicherweise weitere Bilder anbietet.
* Schließlich dürfen wir auf Hans-Jürgen Rick hinweisen, der ebenfalls seine Bilder anbietet.

Einen weiteren Jagdbericht und Videoclips

* gibt es auf der Lieblingsseite Norddeutscher Jagdreiter, der Seite "Schleppjagd24.de" von unserem Freund Bernd Eylers.

Vielen Dank für diese schönen Impressionen!

Die Veranstalter bedanken sich bei Allen, die zum Gelingen der Jagd beigetragen haben und hoffen auf ein Wiedersehen.

Gute Jagd!